FAQs: Wir nehmen gerne Ihre Fragen entgegen!

LOOPED bringt neue Ideen für eine serielle, digitale und partnerschaftliche Planung und Umsetzung von Infrastruktur zusammen. Dabei entstehen Fragen – die Antworten auf die häufig gestellten finden Sie hier.

 

HINWEIS: Wir möchten Ihre Eingaben aus der Marktumfrage in die Weiterentwicklung unseres Vergabe- und Vertragskonzeptes einfließen lassen. Die veröffentlichten Fragen und Antworten kommen aus den Online-Terminen mit den Unternehmen. Verbindliche Verfahrensvorgaben lassen sich hieraus nicht ableiten.

INFORMATIONSVERANSTALTUNG: Hier haben Sie Gelegenheit mehr über unser Projekt in einem kompakten Online-Veranstaltungsformat zu erfahren und Ihre Fragen loszuwerden. Die Veranstaltung findet zu unten benannten Terminen und unter angefügtem MS-Teams-LINK statt. Die Folien zum Vortrag finden Sie HIER. Kommen Sie gerne vorbei - wir freuen uns auf Sie!

Termine /// LINK zur Online-Informationsveranstaltung

  • Donnerstag, der 17. September 2026, von 10 bis 10:45 Uhr
  • Montag, der 21. September 2026, von 14 bis 14:45 Uhr
  • Mittwoch, der 23. September von 13 bis 13:45 Uhr
  • Dienstag, der 29. September von 11 bis 11:45 Uhr
  • Donnerstag, der 01. Oktober von 11 bis 11:45 Uhr

01

In welchem Umfang werden wir als Ingenieurbüros benötigt?

3

Primär suchen wir im Projekt LOOPED nach Ingenieurbüros des Verkehrswesens, mit denen wir die Auswirkungen eines seriellen Produktionszugs zum Ausbau der Barrierefreiheit an Bushaltestellen untersuchen können. Daneben werden Leistungen in Ausführungsplanung und Bauüberwachung abgefragt, die in enger Abstimmung mit LSBG und den baudurchführenden Unternehmen erbracht werden sollen. Richtig ist, dass der LSBG eigene Planungsleistungen im Bauwerksentwurf auf Grundlage von GIS-basierter Bedarfsanalyse und BIM-Musterhaltestelle als Vorarbeit für unsere Projektpartner erbringen möchte bzw. bereits erbracht hat. Eine abschließende Beschreibung und Entflechtung interner wie externer Leistungsbilder steht derzeit noch aus.

02

Wie wird die Bauüberwachung vor Ort geregelt sein?

3

Unsere Kolleginnen und Kollegen des Geschäftsbereichs Stadtstraßen (GB S) werden für die Aufgabe der örtlichen Bauüberwachung (BÜ) verantwortlich sein. Da die BÜ seitens GB S gemeinhin fremdvergeben wird, sollte dies auch für das Projekt LOOPED gelten. Abschließende Vereinbarungen zw. Projektteam LOOPED und GB S stehen hierzu jedoch noch aus.

03

Was passiert, wenn die BIM- Musterhaltestelle an die Örtlichkeiten anzupassen wäre?

3

Um dem Seriellen Bauen den Weg zu bereiten, soll unsere dezidierte Bedarfsanalyse bereits im Vorfeld sicherstellen, dass nur jene Bushaltepunkte in Bedarfscluster und Batch (Serieller Durchlauf von 6 Bushaltepunkten) gebündelt werden, die einem gleichgelagerten Baubedarf entsprechen und deren BIM-Modell sich nahtlos in die Umgebung einfügen kann. Der Umstand, wie unvermeidbare Abweichungen planerisch zu behandeln sind, soll als Anwendungsfall in die agentenbasierte Bauablaufsimulation einfließen, die wir bereits heute mit einem Start-Up vorantreiben. Grundsätzlich soll der serielle Anteil am Bauablauf insoweit erhöht werden, dass sich Vorteile zur konventionellen Einzelprojektierung ergeben. Unvermeidbare Ortsanpassungen sollten daher nach Möglichkeit vor- bzw. nachlaufend erbracht werden, um Verlässlichkeit und Wirtschaftlichkeit der Serie abzusichern. Wir werden den Umfang und die Tragweite örtlicher Zwänge nach Abschluss der Bedarfsanalyse besser beschreiben können, um für den benannten Anwendungsfall gezielt Lösungen zu entwickeln.

04

Sind Hamburger Planungsprozesse der Träger öffentlicher Belange (TöB) bereits integriert?

3

Die Erwartungshaltung der Verbände ist bereits in die Priorisierung von Bedarfsclustern und Bushaltepunkten eingeflossen. Mögliche Baufenster sind bereits grundsätzlich mit der Baumaßnahmenplanung der verantwortlichen Stellen auf Bezirksebene für die Jahre 2027/28 abgeglichen worden. Die BIM-Musterhaltestelle basiert nach Ausführungsvarianten auf den Richtlinien des Hamburger Verkehrsverbunds. Die Modelle beinhalten bereits alle möglichen Kategorien an Leitungstrassen, die wir im Bestand antreffen könnten. Die Geschäftsprozesse zur gemeinsamen Beschaffung über alle beteiligten Realisierungsträger (hier bspw. LSBG i. V. m. Hamburg Energie) sind bereits über den Kooperativen Einkauf vereinbart worden. Für eine operativ wirksame Integration der Prozesse fehlt es der Methodik Serielles Bauen jedoch noch am notwendigen Reifegrad; dies ist Gegenstand der weiteren Produktentwicklung. Um Synergie- wie Skalenvorteile des Seriellen Bauens im Pilotprojekt LOOPED abzusichern, sparen wir den Neubau von Haltestellen ganz bewusst aus, um mögliche Schnittstellen zu TÖBs bereits im Vorfeld zu minimieren. Die vorgelagerte Bedarfsanalyse zur Bündelung gleichgelagerter Haltepunkte soll uns zudem dabei helfen, Haltepunkte mit potenziell kritischen Berührungspunkten zu Leitungstrassen vorsorglich aus den avisierten Bedarfsclustern zu entfernen, um dem Seriellen Produktionszug den "barrierefreien“ Weg zu bereiten. Auf unvermeidbare Anpassungen an die Örtlichkeit geht vorangehende Fragestellung mitunter ein: So bspw. im Falle des Anschlusses von Wartehäuschen/Fahrgastanzeige oder Trumme zur Ableitung des Oberflächenwassers.

05

Was ist mit der Frage, ab welchen Volumen es für Sie interessant wäre, sich am Projekt zu beteiligen, genau gemeint?

3

Tatsächlich bezieht sich diese Fragestellung vornehmlich auf die Partnerprofile an Bauunternehmen und Fertigteilherstellern, weniger auf die Ingenieurbüros. Dies ist eine für uns überaus entscheidende Fragestellung, um Ihnen ein attraktives Projektvolumen bereits während der Pilotierung in Aussicht stellen zu können und daraus entsprechende Schlüsse zu Reichweite, Laufzeit und Komplexität des Vergabeverfahrens ziehen zu können. Mit einer belastbaren Einschätzung tragen Sie dazu bei, unsere Projektanforderungen mit Ihrer Erwartungshaltung frühzeitig und verlässlich zusammenzubringen.

06

Wie soll im Projektverlauf mit möglichen Nachträgen zum Vertrag umgegangen werden?

3

Unter dem Vorbehalt des Bearbeitungsstands unseres Vergabe- und Vertragskonzeptes (VV-Konzept) soll regressives Nachtragsmanagement durch kollaborative Preisfortschreibung nach Open-Book-Verfahren, analog zu Elementen der “Integrierten Projektabwicklung“ (IPA), überwunden werden. Unser skizzierter Ansatz zum VV-Konzept sieht derzeit vor, mit festen leistungsbezogenen Einheitspreisen zum Abruf einer festen Anzahl von Batches (Kleinserien à 6 Bushaltepunkte) aus dem Rahmenvertrag in die nächste Iteration/Durchlauf zu gehen, um nach Abschluss eines jeden Batches im Sinne des Lean Construction Managements (LCM) innezuhalten und mögliche Zwangspunkte zur Anpassung bzw. Fortschreibung der vereinbarten Einheitspreise zur Anwendung im neuen Batch zu diskutieren. Inwieweit hierbei mögliche Kostendeckel bzw. Anreizmechanismen unter Restriktionen des Haushalts- und Körperschaftsrechts eine Rolle spielen dürften, ist vergabe- wie vertragsrechtlich noch nicht abschließend beschreiben worden. Hier müssten wir Sie noch etwas um Geduld bitten.

07

Welche Datenformate kommen bei den angewandten Methoden (bspw. BIM/AVA) zum Einsatz?

3

Wir greifen auf nicht-proprietäre und damit offene Datenformate zurück. Während der Datenaustausch im Bereich der Methodik BIM (Building Information Modeling) über das IFC-Datenformat (Industry Foundation Classes) erfolgen wird, kommen im Bereich der Methodik AVA (Ausschreibung-Vergabe-Abrechnung) die konventionellen Datenarten im GAEB-Datenformat zum Einsatz. Die seitens der Projektpartner einzusetzende Softwarelösungen sollen diese offenen Datenformate zwingend verarbeiten können. Marktangebote wie bspw. Revit (Autodesk) und Orca sind hierzu gemeinhin imstande. Proprietäre Datenformate sollen nur Anwendung finden, falls es keine offenen Alternativen gäbe und der LSBG unter anderem Lizenzen, Schulungen und Unterstützungsleistungen anbietet, so bspw. bei den Lösungen der bereits eingebundenen Startups

08

Wer ist Ansprechpartner für Fragen zu technischen Anforderungen der BIM-Modelle?

3

Sollten Sie Fragen zu den technischen Anforderungen unserer Ausführungsvarianten der BIM-Musterhaltestelle haben, so wenden Sie sich gerne direkte ans LSBG-Projektteam LOOPED unter benanntem Funktionspostfach. Wir bitten zu entschuldigen, dass wir auf spezifische Fragestellungen, die auf die Übersetzung gegebener Anforderungen in die gelebte Praxis von Planung, werkseitiger Herstellung und Anlieferung sowie Baudurchführung abzielen, aus verfahrensrechtlichen Gründen im Zweifel nicht eingehen dürften. Gerne verweisen wir Sie jedoch auf die öffentlich zugänglichen Kataloge der ReStra (Hamburger Regelwerke für Planung und Entwurf von Stadtstraßen) sowie dem HVV-Leitfaden zum barrierefreien Ausbau von Bushaltestellen. Unsere BIM-Musterhaltestelle bezieht sich in ihren Ausführungsvarianten auf die technischen Anforderungen beider Regelwerke.

09

Wird sich das Vergabeverfahren am Konzept der Integrierten Projektabwicklung (IPA) orientieren?

3

Unter dem Vorbehalt des Bearbeitungsstands unseres Vergabe- und Vertragskonzeptes (VV-Konzept) sollen Elemente des Partnerschaftsmodells Schiene und Wasserstraße ins VV-Konzept übernommen werden. Die Partnerschaftsmodelle integrieren auch Konzeptanteile der IPA und befinden sich gerade bei der Deutschen Bahn AG (DB) sowie Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) in einer Erprobungsphase. Abweichend von der geschlossenen Struktur einer IPA planen wir unser VV-Konzept möglichst modular auszurichten, um Beschaffungsprozesse flexibel und dennoch methodentreu zu halten. Im Ergebnis möchten wir die Productvision LOOPED zur Übertragung der “Methodik Serielles Bauen“ auf andere Bauwerkskategorien und Realisierungsträger stärken und befördern. Vorbehaltlich weiterer Entwicklungen finden Sie HIER erste Informationen zum avisierten VV-Konzept.

Kommunale Infrastrukturentwicklung - einfach mal neu gedacht!

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